Infos zu einer Neubautrocknung

February 2, 2026

Neubautrocknung: Alles, was Bauherren wissen müssen

Wie viel Feuchtigkeit steckt in einem Rohbau?

Beim Bau eines Hauses wird eine große Menge Wasser verbaut – vor allem durch Mauerwerk, Putz und Estrich. Je nach Baustoffen und Verarbeitung können dabei unterschiedliche Mengen in den Baukörper gelangen. Als grober Richtwert lassen sich beim Bau eines Einfamilienhauses mehrere tausend Liter Wasser ansetzen, die während der Bauphase eingebracht werden.

Zusätzlich kann der Rohbau durch Witterung weiter feucht werden: Regen, Schnee oder aufsteigende Feuchtigkeit erhöhen die Feuchtelast. Besonders stark nehmen poröse Baustoffe wie Bims, Ytong oder Hochlochziegel Wasser auf und geben es nur langsam wieder ab. Dadurch verlängert sich die Austrocknungsphase deutlich.

Welches Raumklima ist ideal für die Neubautrocknung?

Damit ein Neubau zuverlässig trocknet, sollte das Gebäude bereits verschlossen sein (Fenster, Türen und Dach montiert). Entscheidend für die Trocknung ist die Lufttemperatur, denn warme Luft kann deutlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.

Praxiswerte für die Neubautrocknung:

  • Unter 10 °C nimmt die Luft kaum Feuchtigkeit auf – die Trocknung läuft sehr langsam.
  • Optimal sind 15–25 °C Raumtemperatur.

In diesem Bereich lässt sich Feuchtigkeit effizient aus dem Baukörper transportieren, wodurch sich die Trockenzeit deutlich reduziert.

Welche Methoden der Neubautrocknung gibt es?

Das Ziel ist immer gleich: Die Feuchtigkeit im Baukörper so weit zu senken, dass ein gesundes Raumklima entsteht, die Belegreife erreicht wird und der Innenausbau starten kann.

1. Natürliche Trocknung (Heizen und Lüften)

Hier wird versucht, durch regelmäßiges Lüften und Heizen die Feuchtigkeit aus dem Gebäude zu führen. Diese Methode ist jedoch stark von Wetter und Jahreszeit abhängig. In unseren Breiten sind die idealen Bedingungen dafür nur selten vorhanden, daher dauert der Prozess oft sehr lange und ist kaum planbar.

2. Technische Bautrocknung

Die technisch gesteuerte Trocknung ist die zuverlässigste Lösung. Mit Entfeuchtern, Ventilatoren und ggf. Heizgeräten wird der Feuchteabbau aktiv gesteuert. Dadurch ist die Trocknung schnell, planbar und energiesparend.

3. Trocknung nur durch Lüften

Stoßlüften allein reicht in der Praxis selten aus, da es sehr zeitintensiv ist und die Wirkung stark von Außentemperatur und Luftfeuchte abhängt. Im Winter führt häufiges Lüften zudem zu Wärmeverlusten und höheren Heizkosten.

Technische Trocknung oder nur Heizen und Lüften – was ist besser?

Ein Neubau trocknet nur dann zuverlässig ohne Technik aus, wenn das Klima langfristig günstig ist – das ist in Deutschland allerdings selten der Fall. Wird ausschließlich durch Heizen und Lüften getrocknet, dauert der Prozess oft länger und ist weniger kalkulierbar. Zusätzlich steigt das Risiko für:

  • Schimmelbildung
  • Korrosion von Metallteilen
  • Feuchteschäden in Estrich und Putz

Die technische Bautrocknung dagegen bietet klare Vorteile:

  • schnellere Baufortschritte
  • bessere Planungssicherheit
  • weniger Energieverbrauch durch gezielte Steuerung
  • Schutz vor Schäden und Gesundheitsrisiken

Eine trockene Bausubstanz verbessert außerdem die Dämmwirkung. Dadurch können die Heizkosten in den ersten Jahren nach Fertigstellung deutlich sinken.

Wann ist ein Baukörper trocken genug?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Wann kann der Innenausbau starten?
Das lässt sich nur mit professionellen Feuchtemessungen beantworten. Optisch trockene Oberflächen sind kein verlässlicher Hinweis – Estrich, Mauerwerk oder Dämmmaterial können weiterhin Feuchtigkeit speichern.

Ein zu früher Ausbau kann zu:

  • Schimmelbildung
  • aufgequollenem Bodenbelag
  • Rissbildungen
  • langfristigen Bauschäden
  • erhöhten Heizkosten

führen. Mit modernen Messverfahren (z. B. CM-Messung, Hygrometer oder Widerstandsmessung) lässt sich die Restfeuchte genau bestimmen und eine sichere Entscheidung treffen.

Was leistet ein Fachbetrieb für Bautrocknung?

Ein professioneller Bautrockner-Fachbetrieb bietet mehr als nur Geräteverleih. Zu Beginn wird die Situation vor Ort analysiert, um ein passendes Trocknungskonzept zu erstellen. Dabei werden u. a. berücksichtigt:

  • Raumgröße und Volumen
  • verwendete Baustoffe (Estrich, Beton, Mauerwerk, Dämmung)
  • Bauphase und Zustand
  • Außenklima und Jahreszeit
  • aktuelle Feuchtewerte

Anschließend wird die passende Trocknungstechnik ausgewählt und die Geräte fachgerecht installiert. Während der gesamten Trocknungsphase werden die Messwerte dokumentiert. Diese Protokolle sind wichtig für:

  • Bauabnahme
  • Finanzierung
  • Versicherung
  • Gewährleistung

Fachbetriebe können außerdem flexibel auf Bauverzögerungen oder besondere Baustellenbedingungen reagieren. Durch den gezielten Einsatz von Stromzählern und Zeitschaltuhren wird der Energieverbrauch optimiert.

Was kostet eine Neubautrocknung?

Die Kosten variieren je nach Projekt und hängen von folgenden Faktoren ab:

  • Größe und Grundriss des Gebäudes
  • Feuchtegrad der Bausubstanz
  • Art des Estrichs und der Baustoffe
  • Jahreszeit und Wetterbedingungen
  • Anzahl und Laufzeit der Geräte

In der Regel setzen sich die Kosten aus der zu trocknenden Fläche (m²) und der Dauer zusammen. Zusätzliche Geräte wie Heizgeräte oder Ventilatoren können die Trocknungszeit verkürzen, wirken sich jedoch auf den Preis aus.

Wichtig: Eine fachgerechte Neubautrocknung ist meist günstiger als die Behebung späterer Schäden oder zusätzliche Heizkosten. Sie schützt Bausubstanz und Gesundheit und spart Zeit im Bauablauf.

Neubautrocknung in Ingelheim, Mainz, Alzey und Umgebung

Als Fachbetrieb für Wasserschadensanierung und Bautrocknung unterstützen wir Bauherren, Bauträger und Immobilienbesitzer bei der Neubautrocknung sowie nach Wasserschäden. Mit moderner Trocknungstechnik und präzisen Feuchtemessungen sorgen wir für dauerhaft trockene Räume.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Neubautrocknung & Estrichtrocknung
  • Technische Trocknung nach Wasserschäden
  • Feuchtemessungen & Restfeuchteprotokolle
  • Dokumentation für Bauabnahme & Versicherung
  • Energieeffiziente Trocknungskonzepte

Wie funktionieren Bautrockner?

Bautrockner kommen immer dann zum Einsatz, wenn in Gebäuden zu viel Feuchtigkeit vorhanden ist – z. B. nach Wasserschäden oder im Neubau. Moderne Geräte arbeiten meist nach einem von zwei Prinzipien: Kondensation oder Adsorption. Beide Verfahren entziehen der Luft Wasser, sodass die Raumluft wieder Feuchtigkeit aus dem Baukörper aufnehmen kann.

Adsorptionstrockner

Diese Geräte eignen sich besonders bei niedrigen Temperaturen oder wenn sehr geringe Luftfeuchten erforderlich sind. Feuchte Luft wird über ein rotierendes Rad geführt, das mit einem wasseranziehenden Material beschichtet ist. Das Rad wird anschließend durch erwärmte Luft wieder getrocknet und die Feuchtigkeit nach außen abgeführt.

Kondensationstrockner

Das häufigste Verfahren im Neubau. Feuchte Luft wird über ein Kälteaggregat geleitet, wodurch Wasser kondensiert und gesammelt wird. Anschließend wird die Luft wieder erwärmt und zurück in den Raum geführt. Bei Temperaturen ab ca. 15 °C arbeiten Kondensationstrockner besonders effizient.

Welcher Bautrockner ist für Neubauten geeignet?

Für die Neubautrocknung werden in der Regel Kondensationstrockner eingesetzt, da sie bei normalen Raumtemperaturen energieeffizienter sind. Adsorptionstrockner kommen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen oder speziellen Anforderungen (z. B. Kühlräume) zum Einsatz.

Wie lange dauert eine Neubautrocknung?

Die Dauer hängt ab von:

  • Baustoffen (Estrich, Beton, Putz)
  • Feuchtegehalt
  • Auftragsdicke
  • Raumgröße
  • Außentemperatur
  • eingesetzter Technik

Mit einer technischen Trocknung ist der Prozess jedoch planbar. In vielen Fällen ist der Bau innerhalb weniger Wochen ausreichend trocken für den Innenausbau.

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